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Selbstgesteuertes Lernen

Grundidee

Selbstgesteuertes Lernen bildet einen Kern des Lernens an der Gesamtschule.

Diese Form des Lernens berücksichtigt dabei ebenso Erkenntnisse der Lerntheorie über die Nachhaltigkeit von Lernprozessen sowie die gesetzliche Vorgabe der Individuellen Förderung.

„Selbstgesteuert“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Schüler und Schülerinnen je nach Lernfortschritt, individuellem Lerntempo, eigenem Interesse gezielt an ihren Stärken und Schwächen arbeiten.

Die „Segelstunden“ knüpfen an Erfahrungen in der Grundschule an, die in Form von Freiarbeit oder Wochenplanarbeit in der Regel ritualisiert sind und bisher häufig an den weiterführenden Schulen mit ihrem differenzierten Fächerkanon verloren gingen

Arbeitsweise

Im Segelunterricht wählen  Schüler und Schülerinnen anhand zur Verfügung gestellter Materialien bzw. Aufgabenstellungen Arbeitsschwerpunkte selber aus, bearbeiten diese selbständig in Einzelarbeit oder in Partner- und Kleingruppenarbeit und bestimmen dabei ihr Lerntempo selber.

Die Lerninhalte in der Segelstunde orientieren sich an den im Unterricht zu bearbeitenden Kompetenzen. Nach Möglichkeit sollen Aufgaben auf verschiedenen Kompetenzniveaus angeboten werden oder Schüler und Schülerinnen erhalten ein kleineres Arbeitspensum.

So wird sichergestellt, dass auch weniger leistungsstarke Schüler und Schülerinnen einen klar strukturierten Rahmen zur Unterstützung haben und die Starken nicht unterfordert sind.

 Selbstgesteuertes Lernen vertieft die Arbeit in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie auch in Nebenfächern.

Dessen ungeachtet kann diese Lernform später auch in fächerübergreifenden Projekten zur Anwendung kommen.

Kontrolle und Unterstützung

Die Selbststeuerung kann durch die Selbstkontrolle anhand von Lösungsbögen ebenso ergänzt werden, wie durch die Besprechung der Ergebnisse in der Gesamtgruppe und die abschließende Selbstreflexion.

Selbstverständlich setzt diese Lernform voraus, dass Lehrer und Lehrerinnen als Lernberater in allen Phasen zur Verfügung stehen.

Arbeit mit dem Logbuch

Die Selbststeuerung des Lernprozesses wird durch das Logbuch unterstützt.

Die Lehrkräfte tragen in das Klassenlogbuch die Segel-Aufgaben ein und die Kinder übernehmen die Eintragungen in ihr eigenes Logbuch .

Die Lehrer und Lehrerinnen stellen zudem sicher, dass notwendiges Material wie z.B. Arbeitsblätter in ausreichender Anzahl im Klassenraum zur Verfügung steht.

Die Schüler und Schülerinnen nehmen ihr Logbuch jeweils im Tornister mit, damit es auch in allen Fachräumen zur Verfügung steht.

 In dieses vermerken Schüler und Schülerinnen

 Zu Beginn der Stunde

- das konkrete Lernvorhaben

und am Ende der Stunde

- das erledigte Lernpensum

- die Selbsteinschätzung zu Arbeitsweise und Lernerfolg

Überdies besteht für die betreuenden Lehrkräfte die Möglichkeit, ergänzende Bemerkungen ( Lob, Motivation, Kritik etc.) in das Logbuch einzutragen.

Einmal wöchentlich werden die Einträge durch eine kurze Selbstreflexion des Segelunterrichts abgeschlossen.

Arbeit mit der Phasenuhr

Zur Strukturierung und Ritualisierung dient die „Segel-Uhr“, die die jeweiligen Arbeitsphasen farbig verdeutlicht:

- ca. 5   Minuten Entscheidung und Vorbereitung für ein Lernvorhaben (schwarz)

- ca. 25 Minuten Einzelarbeit (rot)

- ca. 20 Minuten Einzel- oder Partnerarbeit (grün)  

- ca. 5   Minuten Reflexion und Aufräumen (schwarz)

 Die Phasenuhr ist so gestaltet, dass die einzelnen Phase per Hand verlängert oder verkürzt werden können.

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Ziel und Ausblick

Solcherart soll das Selbstgesteuerte Lernen sowohl Unter- als auch Überforderung vermeiden und jedem Schüler und jeder Schülerin die Gewissheit  geben:

„Ich kann was und ich schaff das!“

Wie andere Elemente des Unterrichts wird die Arbeit im SegeL-Unterricht kollegial besprochen, kontinuierlich weiter entwickelt und in geeigneter Weise evaluiert. Zu diesem Zwecke gab es Ende 2015 eine Befragung von Schülern, Eltern und Lehrkräften, die aufgrund der verarbeiteten Datenmenge durchaus als repräsentativ zu betrachten ist.

Die Ergebnisse wurden von Herrn Federle ausgewertet und in Schul- und Lehrerkonferenz vorgestellt. Hier sind sie noch einmal nachzulesen:

Ergebnisse der Evalution des SegeL-Unterrichts

Kontakt:

Gesamtschule Rhede, Büssingstraße 14, 46414 Rhede

Tel.: 02872/92670  Fax: 02872/926732

E-Mail: sekretariat@gesa-rhede.de